Beschreibung/Merkmale

Swimlane-Grafiken, die eine Kombination von Zuständigkeitsdiagrammen und klassischen Flussdiagrammen darstellen, können Geschäftsprozesse am deutlichsten darstellen, weil sie ihren Schwerpunkt in der Beschreibung von bereichsübergreifenden Prozessabfolgen mit den auftretenden Schnittstellen haben.

In den Swimlane-Grafiken können Prozesse (Aktivitäten), Vorganger-/Nachfolgerbeziehungen und externe Verbinder (Konnektoren, Schnittstellen und Zuständigkeiten) darstellt werden.

Durch Verbindungen, die als Pfeile dargestellt werden, erfolgt die logische Verknüpfung von Aktivitäten. Gehen mehrere Verbindungen aus einer Aktivität hervor, werden diese in der Regel durch UND- bzw. ODER-Verknüpfungen unterschieden.

Diese Aktivitäten können in Bahnen, den so genannten "Swimlanes" oder "Lanes" angeordnet werden, um organisatorische Zuständigkeiten im erzeugten Modell abzubilden.

Ein wesentliches Kennzeichen der Swimlane-Methode ist die Möglichkeit, schnell, leicht erfassbar und strukturiert Prozesse abzubilden. Hierbei haben sich im Wesentlichen drei Sichtweisen herauskristallisiert.

Organisationssicht
In dieser Sichtweise wird mit Objekten/Symbolen modelliert, die in den einzelnen Swimlane-Grafiken unterschiedlich benannt sind. In jedem Fall geht es hierbei um die Zuständigkeits- bzw. Verantwortungszuordnung. Die folgende Aufzählung kann uns soll nur einen Teil dieser Begrifflichkeiten aufführen:

Beispiel:




Für alle Begrifflichkeiten gilt die Frage: Was verbirgt sich dahinter? Hier ist die Betrachtungsweise wiederum sehr identisch und hängt von der Aufgabenstellung, dem Detaillierungsgrad und den Möglichkeiten des Modellierungswerkzeuges ab.

Hier die zentrale Frage: Was kann eine Swimlane sein?
Abteilung, gesellschaftliche Organisation, mit bestimmten Funktionen beauftragte Einzelperson, Organ, DV-System, Standort, Rolle, Firma, Funktion, Maschine, Gebäude, Person usw.

Aktivitätssicht
In dieser Sichtweise werden die Aktivitäten überlicherweise einer Swimlane zugeordnet, um die Verantwortlichkeit und Zuständigkeit für diese Aktivität zu definieren.

Hier werden unterschiedliche Thematiken behandelt. Es gibt je nach Möglichkeiten keine großen Unterschiede zu "herkömmlichen traditionellen" Flussdiagrammen. Der Vollständigkeit halber sind hier einige Elemente aufgeführt: Aktivität, Ereignis, Verknüpfungsoperation, Vorgänger, Nachfolger, Kontrollfluss.

Auch hier finden sich verschiedene Begrifflichkeiten:

Beispiel:




Informationssicht
In dieser Sichtweise ist die Abbildung der Kommunikationsbeziehungen der Prozessbeteiligten von zentraler Bedeutung. Hier werden die Schnittstellen identifiziert. Ebenso hat hier die Konnektorenthematik ihren Platz (Wechselwirkungen der Prozesse).

Einige Begrifflichkeiten für Schnittstellen:



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